Institutioneller Wandel und Organisationen: Grundzüge einer by Simone Schiller-Merkens

By Simone Schiller-Merkens

Der soziologische Institutionalismus zählt – auch unter der Bezeichnung Neoinstitutionalismus – zu den führenden Theorien der Organisationsforschung. Im Zentrum des derzeitigen Erkenntnisinteresses steht die Frage des institutionellen Wandels. Simone Schiller-Merkens stellt den aktuellen Forschungsstand dar, arbeitet die wesentlichen theoretischen Problemfelder der Auseinandersetzung heraus und entwickelt einen praxistheoretischen Lösungsansatz.

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Berger/Luckmann [1969] S. 53. Objektivierung – oder synonym: Vergegenständlichung, Verdinglichung – wird als der Vorgang bezeichnet, durch den Produkte menschlicher Entäußerung objektiven Charakter gewinnen. Vgl. Berger/Luckmann [1969] S. 64 f. und S. 94 ff. Tolbert und Zucker, die ein an Berger und Luckmann angelehntes Modell der Institutionalisierung vorgelegt haben, sprechen daher auch von einer Phase der Objektivierung („objectification“). Vgl. Tolbert/Zucker [1996] S. 182 ff. 41 Der Objektivitätsgehalt der Handlungsroutinen bleibt allerdings noch fragil, soweit die Routinen weiterhin innerhalb der Gruppe von Individuen vollzogen werden, die an ihrer Habitualisierung beteiligt waren.

232. Meyer/Boli/Thomas [1994] S. 24. “20 „[Institutionen sind] Sinnzusammenhänge des Handelns, symbolisiert in Leitideen und materialisiert in den Strukturen praktischen Alltagshandelns…“21 Sind Institutionen nun als soziale Strukturen zu verstehen? Oder sind es soziale Systeme – symbolische, kognitive oder normative? Sind es Handlungsmuster, Regelmäßigkeiten im Verhalten sozialer Akteure? Oder sind es die Regeln, die dem Handeln zugrunde liegen, die „Spielregeln“ des sozialen Miteinanders? 22 Allerdings lassen sich zumindest zwei Gemeinsamkeiten mit Blick auf die genannten Definitionen erkennen: Der Begriff der Institution gilt einerseits als eine Kategorie zur Charakterisierung sozialer Phänomene, der andererseits mit dem Merkmal der Beständigkeit in Zusammenhang steht.

Das bedeutet, dass eine Institution nur dann als eine solche gilt, wenn sie sich – in noch näher zu spezifizierender Weise – im sozialen Handeln der Akteure wiederfindet. Auf der anderen Seite wird die Dauerhaftigkeit oder Beständigkeit als Merkmal der sozialen Phänomene in allen Definitionen mehr oder weniger betont. “23 So verschiedenartig der Begriff der Institution also definiert werden mag, so übereinstimmend scheint insgesamt die grundsätzliche Ansicht, dass es sich um „Komplexe dauerhafter, gegenüber abweichendem Verhalten relativ resistenter Regeln, Normen, Deutungen, Orientierungen und Handlungsmuster“24 handelt.

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