Geschlechterdifferenzierungen in lebenszeitlicher by Regine Gildemeister

By Regine Gildemeister

In der Wahrnehmung und dem Verst?ndnis von Geschlecht wird zumeist von der Unterstellung des Tatbestandes wesentlicher Differenzen ausgegangen. Mit dem Begriff der Geschlechterdifferenzierung setzt dieses Buch einen Schritt vor solchen „Unterschieden“ an und folgt den Spuren ihrer Entstehung. Damit werden vertraute Praktiken des Unterscheidens und Unterschiede-Machens zum Gegenstand der Untersuchung. Eine solche examine sozialer Prozesse macht sichtbar, wie Geschlechter entstehen und was once sie jeweils bezeichnen. Auf eine Vielzahl empirischer Untersuchungen bezugnehmend folgt das Buch den Weichen stellenden Phasierungen des Lebenslaufs. Von der Geburt und den ersten Lebensjahren ?ber die durch Bildungsinstitutionen, Familie und Arbeitswelt gepr?gten Lebenszeiten bis hin zum modify werden die Formen, Inhalte und Logiken der Geschlechterdifferenzierung herausgearbeitet. "Geschlecht" wird dabei zunehmend erkennbar als voraussetzungs- wie folgenreiche Konstruktion.

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Beide genannten Prozesse verlaufen dabei offenbar zunehmend parallel5. Familie wird auf diese Weise vor allem zu einem „auf Kinder spezialisierten Lebenszusammenhang“ (Kaufmann 1995, 27). Sowohl für die Eltern als auch für die soziale Umgebung sind Kinder das zentrale Kriterium für die „Identifizierung“ als Familie. Familien sind damit umgekehrt gesehen der maßgebliche gesellschaftliche Ort für das Aufwachsen und die Sozialisation von Kindern insbesondere in den frühen Lebensphasen. Sieht man von Ausnahmen ab, wie sie von uns etwa im ersten Kapitel dargestellt wurden, so ist die Familie der erste und wichtigste soziale Zusammenhang, in dem sich elementare sozialisatorische 4 5 werden mit der „Familie als alltäglicher Lebensform“ die privaten, gefühlsbestimmten familialen Beziehungen, um dann in einem zweiten Schritt zu zeigen, wie eng der Zusammenhang zwischen den privaten Aspekten von Familie und der „Produktion von gemeinsamen Gütern“ ist.

11 Auch Medien spielen eine Rolle.

Auf der anderen Seite allerdings wird ihnen auch hier zunehmend abverlangt, die Individualität des Kindes zu respektieren und zu fördern. In der Tendenz aber relativiert Individualisierung normativierte Standardisierungen, verlagert sie Teile des Auftrags der Formenbildung (und damit auch personaler und sozialer Integration) auf die Ebene der Einzelnen als soziale Personen. a. auch zu einer Erosion von Geschlechterstereotypen beitragen. In der Folge kennen und beachten gerade auch im Bereich der Erziehung die Beteiligten (Eltern, Erziehende wie die Kinder selbst) zwar die gegebenen sozialen Typologien als „Bezugsgrößen im Hintergrund“, aber sie wissen ebenso um die vielfältigen „Ausnahmen“ und Modulierungschancen.

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