Geschichte der sozialpädagogischen Arbeit an Schulen: by Wilma Aden-Grossmann

By Wilma Aden-Grossmann

“Aschenputtel im Schulalltag“ hieß das Buch von Wilma Aden-Grossmann, das bereits 1987 die Geschichte der Sozialen Arbeit an Schulen zum Thema hatte und zu einem viel und oft zitierten Standardwerk zu Schulsozialarbeit geworden ist. Die hier aktualisierte Ausgabe des Buches führt vom Beginn im ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Historische Stationen der Darstellung bilden die Schulkinderfürsorge im Kaiserreich, neue Ansätze in der Weimarer Republik, die Schulreform nach 1945 und die Modellversuchspolitik in den 1970er Jahren. In der umfassenden Aktualisierung und Erweiterung des Textes werden die Entwicklungen von 1990 bis heute aufgenommen.

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Eine Order des Königs, in dem sich dieser besorgt über den schlechten Gesundheitszustand der jungen Generation äußert, gibt den Anstoß zur gesetzlichen Regelung des Kinderschutzes. Dennoch ist der Widerstand der Fabrikherren gegen einen gesetzlichen Kinderschutz so erheblich, dass ein entsprechendes Gesetz erst fünfzehn Jahre später, 1839, erlassen werden kann. Dieses „Regulativ über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter in den Fabriken“ verbietet die Fabrikarbeit für Kinder unter neun Jahren und beschränkt sie bis zum 16.

Die soziale Lage dieser Kinder wurde erstmals durch den preußischen Minister v. Altenstein einer breiten Öffentlichkeit bekannt, als er 1823 die Zustände in einer rheinischen Fabrik aufdeckte, in der Kinder von 6 Jahren an in Tag- und Nachtschichten unmenschlich ausgebeutet wurden. Nach einschlägigen Berichten war dies kein Ausnahmefall. Das Maß der Ausbeutung möge das folgende Zitat verdeutlichen: „Im Kreise Olpe arbeiteten Kinder in den Wolltuch-, Zeug- und Tabakfabriken, in Eslohe in der Wollspinnerei und der Bleierzaufbereitungsanstalt, in Brilon in Knopfnadelfabriken, in Siegen in Baumwollfabriken, Poch- und Walzwerken – überall von sechs, acht, zehn Jahren an täglich 12, 14, 16 Stunden und mehr“ (Rühle (1930) 1971, Bd.

000 Einwohnern durchschnittlich 1,1% aller Kinder kein Frühstück, 5,4% lediglich ein kaltes Mittagessen und 0,3% kein Abendessen. Diese Zahlen erscheinen nun nicht besonders alarmierend. Wenn man jedoch Zahlen einzelner Städte im Detail betrachtet, gewinnt die Ernährungsfrage eine andere Brisanz. B. erhalten 23,8% aller Kinder nur ein kaltes Mittagessen; in einem Armenviertel in Gießen sind es sogar 49,5%, in Blankenburg 17%, in Berlin 8,5%, in Hamburg 13,8%; in Berlin erhalten 2,9% der Schüler weder ein warmes Mittagnoch ein warmes Abendessen (Simon 1909, S.

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