Die Kaliindustrie im 21. Jahrhundert: Stand der Technik bei by Henry Rauche

By Henry Rauche

Nie warfare die Nachfrage nach Kalidüngemitteln in der etwa 150 jährigen Geschichte des Industriezweiges so groß wie heute. Die rasant anwachsende Weltbevölkerung schreit nach einer stabilen und nachhaltigen Nahrungsgüterversorgung. Bei der Energiewende kommt der vermehrten Nutzung nachwachsender Biokraftstoffe eine wichtige Rolle zu. Beides stellt die moderne Landwirtschaft vor große Herausforderungen, die ohne den Einsatz von mineralischen Düngemitteln nicht zu meistern sind.
In unserer modernen Industriegesellschaft mit ihrem Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie rückt aber gleichzeitig auch die Kalidüngemittelproduktion zunehmend in das öffentliche Interesse. Interessensvertreter verschiedenster artwork kritisieren vor allem die Praxis bei der Entsorgung der unvermeidbar anfallenden Produktionsrückstände sowie auch einzelne Produktionsweisen selbst und stellen die Nachhaltigkeit des heute an einem konkreten Standort praktizierten Methodeninventars in Frage. Dabei wird vielfach auf einen Stand der Technik Bezug genommen, der anderswo vermeintlich besser, höher – kurzum: nachhaltiger sein soll.
Das vorliegende Buch stellt sich dieser Debatte und definiert den heute – additionally in der Mitte des zweiten Jahrzehntes des 21. Jahrhunderts bestehenden – Stand der Technik bei der Kalidüngemittelproduktion und beschreibt auch, wie sich dieser in der etwa 150 jährigen Geschichte der Kaliindustrie – ausgehend vom Mutterland Deutschland in den anderen kaliproduzierenden Ländern entwickelt hat. Dazu werden alle 2014 weltweit in Betrieb befindlichen Standorte der Kalidüngemittelproduktion mit den dort betriebenen Methoden, Verfahren und Anlagen vorgestellt und hinsichtlich ihrer individuellen Charakteristika beleuchtet. Letztlich wird ein heute bestehender Stand der Technik präsentiert, der auch diese standortspezifischen Randbedingungen zu würdigen vermag.

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Durch die Summe dieser Maßnahmen hat sich das Verhältnis von flüssigen zu festen Aufbereitungsrückständen signifikant zu den letztgenannten hin verschoben, so dass heute weitaus größere Kapazitäten für entsprechende Rückstandshalden erforderlich wurden, das Flusssystem Ulster-Werra-Weser jedoch entlastet wurde. 44 Während in der Frühzeit der Kaliindustrie im Durchschnitt etwa 65 Prozent des im Rohstoff verfügbaren KCl in die Fertigprodukte gelangte, waren es zwischen den Weltkriegen bereits über 75 Prozent und sind es heute mehr als 87 Prozent.

48 der Karpaten-Vorsenke in der Ukraine (Kulyniak 2002, /571/; Bukowski & Czapowski 2009, /132/), am Oberrhein im Elsass in Frankreich (MDPA 2004a, /631/; 2004b, /632/, 2004d, /634/) sowie auch im Südharz- und im UnstrutKalirevier in Deutschland (Hartwig, Scholz & Tschernatsch 2001, /374/; Rauche Thoma & Hartmann 2001, /814/; Bartl 2003c, /65/; Schmidt 2003, /888/; Slotta 2003, /952/, Kuyumcu 2012, /574/, Natau 2012, /701/; Kröger-Herke, Rauche & Azimi, 2012, /562/) nach fast oder mehr als 100jähriger Betriebsdauer zur Stilllegung der Kalidüngemittelproduktion gekommen ist.

Der K2O-Gehalt von Sylvin beträgt 63,2 m%. Hartsalze enthalten außerdem Halit (NaCl) und wechselnde Anteile sulfatischer und/oder polysulfatischer Salzminerale sowie Tonminerale. K2O: Kaliumoxid wird traditionell genutzt, um den Kalium-Wertstoffgehalt in einem Kaliprodukt zu beschreiben, unabhängig von der anionischen Komponente Chlorid oder Sulfat. Der Begriff Gewerkschaft oder vollständig Bergrechtliche Gewerkschaft, bezeichnet hier die frühere Rechtsform einer Kapitalgesellschaft, wie sie für Bergbauunternehmungen seit dem Mittelalter üblich war, in der Bundesrepublik Deutschland seit 1980 aber nicht mehr gebräuchlich ist.

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