Die Demokratisierungspotenziale europäischer NGOs: Zwischen by Sarah Bastgen

By Sarah Bastgen

Basierend auf vergleichenden empirischen Erhebungen untersucht Sarah Bastgen in einer zwischen EU-, NGO- und Kommunikationsforschung zu verortenden Studie, inwieweit der Professionalisierungsgrad die Beziehung zu den Stakeholdern des Organisationshandelns von auf EU-Ebene ansässigen NGOs und damit deren Linkage-Leistung sowie ihre demokratisierenden Effekte beeinflusst. Dabei wird nicht nur ein Konzept aus der Parteienforschung auf zivilgesellschaftliche Organisationen übertragen, sondern es werden auch zwei insbesondere auf empirischer Ebene vernachlässigte Themen der NGO-Forschung adressiert: die Kommunikation mit Mitgliedern, foundation und Öffentlichkeit sowie die Professionalisierung von auf EU-Ebene agierenden NGOs.

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Eine analytisch trennscharfe, begriffliche Umschreibung des NGO-Sektors erweist sich angesichts seiner Vielseitigkeit als schwierig (Princen & Finger 1994: 6). 18 Ergo gilt es ein Konzept zu finden, das nicht zu selektiv angelegt ist, sodass es nur auf einzelne Organisationen anwendbar ist, aber genügend analytische Kraft besitzt, um NGOs als abgrenzbares gesellschaftliches Phänomen sichtbar und deren besondere Eigenschaften beschreibbar zu machen (Seifer 2009: 33). Manche Autoren folgen dem Ausschlussprinzip und verstehen unter NGOs „any non-profit-making, non-violent, organised group of people who are not seeking governmental office” (Willetts 1996: 6).

Lebenswelt des Ein13 Der Begriff bezeichnet politische Protestgruppen und Bewegungen, die im Zuge der außerparlamentarischen Opposition ab den späten 1960er Jahren aufkamen (Rucht 2003: 421ff; SchmittBeck 2001). S. 14 Gemeint sind selbstorganisierte Assoziationen, wobei dies als Sammelbegriff für unterschiedliche Formen kollektiven Handelns genutzt wird: Vereine, (transnationale) Verbände, NGOs, ebenso wie NSB (Geißel 2009). Zivilgesellschaft bezeichnet aber nicht nur eine eigene Sphäre, sondern überdies eine spezifische soziale Handlungslogik (Gosewinkel et al.

Vertreter der liberalen Demokratie fokussieren die Prinzipien Gleichheit und Repräsentation. Sie verbinden mit Zivilgesellschaft aus pluralistischer Sicht vergrößerte Interessenbandbreite und größeres Gewicht unterrepräsentierter gesellschaftlicher Interessen im Politikprozess (Greenwood 2007; Leggewie 2003; Cohen & Rogers 1995: 43). Dementsprechend ist Interessenvertretung die Hauptfunktion der Akteure. Vertreter deliberativer Theorien (Neyer 2006; Habermas 1992) hingegen konzipieren Zivilgesellschaft, unter Bezugnahme auf die Qualität der Argumente und die öffentliche Debatte, als Schlüsselelement eines diskursiven Prozesses demokratischer Willensbildung.

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