Blinde Weide, schlafende Frau (Erzählungen) by Haruki Murakami

By Haruki Murakami

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Ich legte die Füße auf den Stuhl gegenüber, atmete tief durch und schloss die Augen. Im Dunkeln nahm ich einen weißen Klumpen wahr. Wie eine Mikrobe unter dem Mikroskop dehnte er sich aus und zog sich zusammen. Er veränderte seine Form, blähte sich, zerfiel, nahm neu Gestalt an. Es war acht Jahre her, dass ich in dem anderen Krankenhaus gewesen war. Ein kleines Krankenhaus an der Küste. Vom Fenster der Cafeteria aus sah man nichts als Oleanderbüsche. Es war ein Krankenhaus, und es roch nach Regen.

Durch das Fenster, vor dem ein großer Schreibtisch stand, sah man direkt auf den nahe gelegenen, hell erleuchteten Tokyo-Tower. Neben dem Schreibtisch war eine kleine Couchgarnitur. Der alte Mann deutete auf den länglichen, mit Kunststoff beschichteten Couchtisch davor, auf den sie nun eine weiße Stoffserviette und Besteck legte und die Kaffeekanne, die Tasse, den Wein und das Weinglas, Brot und Butter und den Teller mit Gemüse und Brathühnchen stellte. �Würden Sie, wenn Sie fertig sind, das Geschirr wie üblich in den Gang stellen?

Anscheinend hatte ich, seit wir in den Bus gestiegen waren, bestürzt dreingeblickt. �Keine Sorge«, sagte ich, auch um mich zu beruhigen. «, fragte mein Cousin. « �Nicht besonders gern«, sagte ich aufrichtig. « Mein Cousin dachte über das nach, was ich gesagt hatte. « Ich wählte meine Worte mit Bedacht. « Das war nicht der Grund, aber eine andere Erklärung fiel mir nicht ein. In meiner Nähe saß eine Gruppe älterer Leute. Es dürften etwa fünfzehn gewesen sein, und wegen ihnen, so wurde mir auf einmal klar, war der Bus so voll.

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